Ein Fund vom Meer

05. Juni 1923

20:00 Uhr in Barmberg einem Stadtviertel Hamburgs. Joseph Hansen, Johannes Berentzen und ein gewisser Herr Müller stehen im Erdgeschoß des Hauses, in der sich die Wohnung von Malte Griebsen befindet. Schnell bemerkt die Gruppe, dass hier etwas nicht stimmt und bringt die anderen Hausbewohner dazu, die Polizei zu rufen.
In der Wohnung angekommen eilen die Männer hoch in die Dachwohnung. Im ersten Zimmer steht ein Tisch mit mehreren Holzfiguren darauf. Unter den Figuren befinden sich drei sehr fein gearbeitete Schnitzereien derselben Frau. Herr Müller stürmt weiter durch die Tür und wird von Malte Griebsen unter Beschuss genommen. Herr Müller kann sich gerade noch hinter den Türrahmen retten. Nachdem Malte den letzten Schuß seines Revolvers verschossen hatte, betrat Herr Müller erneut das Zimmer. Malte lag nun kopfüber auf dem Schreibtisch. Wütend ging Herr Müller auf Malte zu und zog seinen Kopf vom Schreibtisch hoch. Leere Augenhöhlen starrten Herr Müller an – das war zuviel für den jungen Mann. Er setzte seinen Revolver an den Kopf von Malte Griebsen und leerte sein Magazin.
Die beiden anderen Männer, die in diesem Moment den Raum betraten, waren geschockt. Johannes floh panisch aus dem Raum, Joseph und Herr Müller durchsuchten die Wohnung. Die beiden fanden dabei die Zunge von Malte, die in einem Glas auf dem Schreibtisch stand. Desweiteren fanden sie noch einige unvollständige Briefe, alle adressiert an eine “Annette”. Unter dem Schreibtisch fanden sie eine mit brackigem Wasser beschmutzte Bleistatue. Joseph suchte den Raum weiter nach Spuren ab, als er auf dem Boden Blutspuren fand. Diese führten in einen Bereich des Raumes, in dem teils unvollständige Möbelstücke lagen. Joseph trat näher heran, als ihn ein Blasrohrpfeil an der Brust traf. Ein älterer bärtiger Mann sprang hinter den Möbelstücken hervor und durch das geöffnete Dachfenster hindurch. Joseph und Herr Müller sprangen hinter dem Mann durch das Fenster, dieser rettete sich aber durch einen beherzten Sprung in einen Baum. Herr Müller rannte direkt aus der Wohnung, wurde dabei aber von Johannes aufgehalten, der die Tür raus in den Flur zuhielt. Herr Müller schoss auf die Tür worauf Johannes den Weg freigab. Als Herr Müller an Johannes vorbeizurennen versuchte, wollte Johannes Herr Müller eine Bratpfanne über den Kopf ziehen, er verfehlte aber und im Gegenzug schoss Herr Müller ihm eine Kugel in den Bauch. Derweil konnte Joseph sehen, wie der bärtige Mann von einem Auto angefahren wurde und dabei mehrere Meter durch die Luft flog. Herr Müller erreichte zur selben Zeit die Straße. Er rannte sofort auf den am bodenliegenden Mann zu. Er war tot!
Herr Müller durchsuchte den Mann und nahm alles mit was er für wertvoll oder interessant erachtete. Darunter befand sich ein Lederbeutel mit Blasrohrpfeilen, etwas Geld und ein Schlüssel. Kurz darauf traf die Polizei ein. Hier trennten sich die Wege der drei. Herr Müller tauchte erstmal unter, Joseph wurde erstmal von der Polizei verhört und nach der Befragung ging er zurück auf sein Boot! Johannes wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

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06. Juni 1923

Johannes erholte sich im Krankenhaus von seiner Verletzung, Joseph versuchte etwas über die Figur herauszufinden und Herr Müller versuchte sowohl Joseph als auch Johannes zu finden.

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07. Juni 1923

Johannes Privatdetekitv fand Joseph auf seinem Hausboot, am selben Tag traffen sich die beiden im Krankenhaus. Joseph möchte mehr über die Figur und die Ereignisse, die am 5. Juni passiert sind, herausfinden. Johannes und Joseph setzten ein Schriftstück auf, in dem steht, dass Johannes der Besitzer der Statue ist. Herr Müller blieb erfolglos.

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08. Juni 1923

Johannes und Jospeh erhielten von der Polizei die Figur. Joseph ließ die Statue über Nacht im Museum für Völkerkunde bei einem gewissen Gustav Steinberger. Dieser machte sich sofort daran, die Figur zu untersuchen.

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09. Juni 1923

Gustav fand heraus, dass sich auf dem Gesicht der Figur fein eingearbeitete Poren befinden. Er konnte die Figur aber leider nicht weiter untersuchen, weil er starke Kopfschmerzen hatte.

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10. Juni 1923

Gustav erzählte, dass die Figur unter dem Blei aus Gold besteht. Desweiteren hat er herausgefunden, dass es eine haarfeine Bruchstelle um den gesamten Hals gibt. Er entdeckte desweiteren, dass die Figur in der Störtebecker Schaukammer auf Borkum als gestohlen gemeldet wurde. Als er das der Polizei melden wollte, bekam er heraus, dass die Figur Johannes Berentzen gehört, einem guten Bekannten von Gustav. Er beschloss erstmal Johannes anzurufen, um mit ihm über die Figur zu sprechen. Nach der Geschichte von Johannes waren sich beide einig, die Figur an das Museum zurückzugeben. Johannes kontaktierte daraufhin den Bürgermeister von Borkum, einen gewissen Peter Paul Taalke. Dieser war hoch erfreut und lud alle Beteiligten – Johannes, Gustav und Joseph – am 16. Juni nach Borkum ein, um die Statue wieder zurückzubringen.
Am Abend traffen sich Johannes – der aus dem Krankenhaus entlassen wurde – Joseph und Herr Müller – der inzwischen den Aufenthaltsort von Jospeh ausfindig gemacht hatte – auf Josephs Boot. Man sprach sich aus. Herr Müller war ebenfalls daran interessiert, mehr über die Statue zu erfahren und man teilte ihm mit, dass diese ein Diebesgut aus einem Museum auf Borkum ist. Er beschloss daraufhin ebenfalls sich mit den anderen um 12:00 Uhr in Emden an der Fähre zu treffen.

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11. - 15. Juni 1923

Gustav, Johannes, Joseph und Herr Müller trafen alle unterschiedliche Vorbereitungen für den “Urlaub” auf Borkum.

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16. Juni 1923

Gustav, Johannes und Joseph trafen sich an einem wunderbaren Samstagmorgen am Schalter der Reederei A.G. Ems um ihre Tickets für den Salondampfer “Rheinland” zu erstehen. Dieser legte kurz nach 12:00 Uhr in Emden ab. Die Männer warteten noch auf Herrn Müller – der aber nicht erschien. Auf dem Dampfer traf Johannes seinen alten Studienfreund Conrad von Gehrenfels. Schnell machten sich alle bekannt und nach einem kurzen Plausch lud Conrad alle in das Nordseehotel ein – das “führende, bestrenommierte Haus allerersten Ranges auf der Insel”. Um die Kosten und das Gepäck kümmere er sich schon. Johannes, Joseph und Gustav willigten ein.
Auf der Fahrt machten sie desweiteren Bekanntschaft mit einem gewissen Leonard von Rußhold und seinem Bediensteten. Leonard von Rußhold starrte immer wieder finster durch die Menge. Auch Joseph traf so ein Blick, worauf Joseph Leonard von Rußhold direkt ansprach. Nach einem kurzen Plausch der beiden, suchte sich von Rußhold jemand anderen aus, den seine Blicke trafen, eine etwas dickere Frau Mitte vierzig. Immer wieder blickte von Rußhold zu ihr hinüber, seine Blicke waren schon fast hasserfüllt. In Begleitung von Rußholds reisten auch noch zwei weitere seiner Bediensteten. Diese bewachten auf der “Rheinland” drei große Holzkisten.
Nach zwei Stunden legte der Dampfer in Borkum an. Beim Ausstieg vom Dampfer konnte Joseph noch hören, wie von Rußhold in Richtung der dickeren Frau murmelte: “Bürgerliche Schnepfe, man sollte ihr eine Lektion erteilen!” Johannes bemerkte wie die drei Kisten auf einen Karren gehoben und Richtung Borkum abtransportiert wurden. Joseph, Johannes und Gustav machten sich hiernach auf mit der Bahn Richtung Borkum zu fahren.
Conrad von Gehrenfels hatte nicht zu viel versprochen, das Nordseehotel war exquisit. Das Gepäck wurde geliefert und die Herren bezogen ihr Zimmer. Zur gleichen Zeit bezog im selben Hotel ein gewisser Herr Schneider nebst seiner Ehefrau ein Zimmer.
Gustav, Jospeh und Johannes machten sich kurz darauf auf, der Pension “Haus Constanze” einen Besuch abzustatten. Die Pension wurde vom Bürgermeister Peter Paul Taalke für die Herren gebucht und wie sie richtig vermuteten, wollte er sich dort auch mit ihnen treffen. Man unterhielt sich kurz und man einigte sich darauf, die Statue, die ja jetzt aus Gold bestand – sehr zur Verwunderung des Bürgermeisters – ins Störtebecker Schauhaus zu bringen. Desweitern lud Herr Taalke die Herren auch noch auf ein Gala-Dinner zu ihren Ehren ein. Das Gala-Dinner soll am 20.Juni im Rathaus in Borkum stattfinden.
Hiernach machten sich die Drei auf in Richtung Störtebecker Schauhaus, um mit demjenigen zu sprechen, der für das Museum und die Figur zuständig war, einer gewissen Annette Friedrichsen. Annette…war nicht in den Briefen von Malte die Rede von einer Annette.
Am Störtebecker Schauhaus angekommen, sprachen die Charaktere die junge Frau in ihrem Büro auf ihre Beziehung zu Malte Griebsen an, doch zuerst wollte sie nichts damit zu tun haben. Johannes ließ aber nicht locker und so erzählte die Frau, dass sie diese schreckliche Figur von ihrer Insel haben wollte und so benutzte sie den einfältigen Malte dazu, die Figur zu stehlen. Als ihr Johannes erzählte, dass Malte sowohl die Zunge als auch die Augen herausgeschnitten wurden, war das zuviel für die junge Frau und sie viel in Ohnmacht. Schnell wurde ein Arzt gerufen, der sie zur Behandlung mitnahm. Johannes und Gustav scheuchten alle Schaulustigen aus dem Museum und durchsuchten es danach noch. Leider konnten sie nichts nennenswertes finden. Sie schlossen das Schauhaus ab und beschlossen den Schlüssel am nächsten Tag Annette Friedrichsen zurückzugeben. Joseph hatte indessen eigene Vorkehrungen für die Verwahrung der Statue getroffen. Die drei Männer flanierten abends noch durch die Strassen Borkums und gingen danach ins Bett.

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17. Juni 1923

Früh am nächsten Morgen, die Sonne ging gerade auf, wurde Gustav vom Lärm einer Kutsche geweckt. Als er aus dem Fenster schaute, sah er die Kutsche von von Rußhold beladen mit den drei großen Kisten davonfahren. Schnell weckte er die anderen beiden und zusammen verfolgten sie die Spuren der Kutsche.
Am Muschelstrand fanden sie die Kutsche, sie war inzwischen entladen. Von Rußhold und zwei weitere Männer waren am Strand. Von Rußhold saß an einem kleinen Tisch, die zwei Männer tauchten abwechselnd in der Nähe einer großen Boje im Wasser. Gustav, Johannes und Jospeh beobachteten die drei Männer eine Weile, dann gingen sie auf sie zu. Durch ihr penetrantes Auftreten gelang es ihnen von Rußhold und seine Männer zu vertreiben. Joseph versuchte noch an der Stelle zu tauchen, wo er bereits die anderen beiden tauchen hat sehen. Dort unten konnte er eine große Kuhle erkennen, welche so nicht auf natürlichem Wege entstanden sein konnte, desweiteren scheinen hier sehr starke Strömungen zu herrschen. Ohne Taucherbrille konnte er aber nichts weiter entdecken. Die drei beschließen in Borkum erstmal für Ausrüstung zu sorgen.
Auf dem Weg zurück nach Borkum entschieden sich die drei, einen kurzen Abstecher in die Lesehalle zu unternehmen, um etwas über angebliche Schätze auf Borkum herauszufinden. Die drei Männer kamen dabei an der Störtebecker Schaukammer vorbei, vor der sich zwei Polizisten unterhielten. Johannes ging direkt auf die beiden zu. Nach kurzem Gespräch wußten Johannes, Gustav und Joseph, dass Annette Friedrichsen nach Hannover in eine Psychatrie gebracht wurde, dass der alte Museumsvorsteher – Gustav Meinder – wieder die Leitung über die Störtebecker Schaukammer übernommen hat und wo es die besten Taucheranzüge gab.
In der Lesehalle angekommen durchstöberten die drei die lokalen Legenden. Gustav entdeckte in einem Buch über Seeräuber und Piraten, dass Klaus Störtebecker einen gewaltigen Schatz in den Woldedünen vergraben haben sollte. Mehrere Stellen in den Büchern sind mit Bleistift markiert worden, jedes dieser Bücher wurde von einem gewissen Edmund Rodenstock ausgeliehen.
Die Charaktere gingen daraufhin noch zum Taucherbedarfsladen und wollten sich für den nächsten Tag Taucherausrüstung ausleihen. Der nette Verkäufer bot ihnen an, am nächsten Tag erstmal einen Tauchlehrgang zu machen. Die drei sagten zu und begaben sich darafhin zurück ins Hotel. Am nächsten Tag ging der Tauchkurs um neun Uhr morgens los.

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18. Juni 1923

Früh morgens begaben sich die drei Männer zum Strand, um ihre Grundkenntnisse im Tauchen zu erlangen. Danach mieteten sie sich ein Boot für den nächsten Tag, um an der Stelle an der auch von Rußholdt taucht ebenfalls zu tauchen.
Sie machten noch einmal einen kurzen Abstecher zur Lesehalle und Joseph fand heraus, dass die Insel wohl früher durch eine tiefe und breite Rinne zweigeteilt war, in West- und Ostland. Doch bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts versandete diese Rinne jedoch allmählich und die Deichbaumaßnahmen taten ihr Übriges.
Vor dem Tanzabend auf der MS Gretchen wollten die Drei noch bei Gustav Meinder vorbeischauen, dieser war allerdings nicht zuhause.
Am Abend vergnügten sich Johannes, Gustav und Joseph auf der MS Gretchen, auf die von Gehrenfels sie eingeladen hatte. Dort lernten sie auch einen Bekannten von ihm kennen – Rüdiger Freiherr von und zu Darbenhausen. Er befinde sich auf Borkum, um auf Robbenjagd zu gehen. Von Gehrenfels erzählte Johannes und Gustav, dass er in zwei Tagen ebenfalls auf Robbenjagd gehen möchte, ein Boot dafür hat er sich sogar schon gemietet. Er hat die drei Männer noch eingeladen, am nächsten Tag mit ihm Klieschen fischen zu gehen. Johannes vertröstete ihn aber, da sie noch Vorbereitungen für die Übergabe der Statue mit dem Bürgermeister zu erledigen hätten. Joseph unterhält sich in der Zwischenzeit mit einem Touristen aus Bayern. Johannes und Gustav schledern derweil an der Reling entlang, als sie die schrille Stimme einer ihnen bekannten Frau hören. Die korpulente, ältere Frau in Begleitung eines jüngeren Mannes, die die Drei schon auf der Hinfahrt nach Borkum getroffen haben, unterhält sich lautstark an die Reling gelehnt. Kurz darauf, ein Schrei, ein lautes “Platsch” und mehrere Leute die wild umher rufen. Die Frau fiel wohl rücklings in die Nordsee. Joseph und Johannes machten sich auf sofort einen Rettungsring ins Wasser zu werfen, während Gustav das Boot stoppen ließ. Jospeh entledigte sich seiner Kleidung und sprang beherzt in das dunkle Wasser. Nach Luft jaspend und wild um sich schlagend, konnten Joseph und Gustav die Frau in ein, in der zwischenzeit zu Wasser gelassenes, Boot ziehen.
Die Frau stand unter Schock und erzählte davon, dass sie irgendetwas ins Wasser gezogen hätte und etwas schleimiges, fischiges habe sie unter Wasser festgehalten. An Deck der MS Gretchen wurde sie vom Schiffsarzt in Empfang genommen. Jospeh entdeckte im Wasser ein Fischerboot, auf dem zwei Menschen zu sehen waren und konnte den Schiffsnamen lesen. Irgendetwas mit “…rot…” oder so und ein Buchstabe war wohl ein “H”.
Der restliche Abend verlief ereignislos und so machten sich die drei Männer auf ins Hotel und legten sich schlafen.

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