Ein Fund vom Meer

18. Juni 1923

Früh morgens begaben sich die drei Männer zum Strand, um ihre Grundkenntnisse im Tauchen zu erlangen. Danach mieteten sie sich ein Boot für den nächsten Tag, um an der Stelle an der auch von Rußholdt taucht ebenfalls zu tauchen.
Sie machten noch einmal einen kurzen Abstecher zur Lesehalle und Joseph fand heraus, dass die Insel wohl früher durch eine tiefe und breite Rinne zweigeteilt war, in West- und Ostland. Doch bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts versandete diese Rinne jedoch allmählich und die Deichbaumaßnahmen taten ihr Übriges.
Vor dem Tanzabend auf der MS Gretchen wollten die Drei noch bei Gustav Meinder vorbeischauen, dieser war allerdings nicht zuhause.
Am Abend vergnügten sich Johannes, Gustav und Joseph auf der MS Gretchen, auf die von Gehrenfels sie eingeladen hatte. Dort lernten sie auch einen Bekannten von ihm kennen – Rüdiger Freiherr von und zu Darbenhausen. Er befinde sich auf Borkum, um auf Robbenjagd zu gehen. Von Gehrenfels erzählte Johannes und Gustav, dass er in zwei Tagen ebenfalls auf Robbenjagd gehen möchte, ein Boot dafür hat er sich sogar schon gemietet. Er hat die drei Männer noch eingeladen, am nächsten Tag mit ihm Klieschen fischen zu gehen. Johannes vertröstete ihn aber, da sie noch Vorbereitungen für die Übergabe der Statue mit dem Bürgermeister zu erledigen hätten. Joseph unterhält sich in der Zwischenzeit mit einem Touristen aus Bayern. Johannes und Gustav schledern derweil an der Reling entlang, als sie die schrille Stimme einer ihnen bekannten Frau hören. Die korpulente, ältere Frau in Begleitung eines jüngeren Mannes, die die Drei schon auf der Hinfahrt nach Borkum getroffen haben, unterhält sich lautstark an die Reling gelehnt. Kurz darauf, ein Schrei, ein lautes “Platsch” und mehrere Leute die wild umher rufen. Die Frau fiel wohl rücklings in die Nordsee. Joseph und Johannes machten sich auf sofort einen Rettungsring ins Wasser zu werfen, während Gustav das Boot stoppen ließ. Jospeh entledigte sich seiner Kleidung und sprang beherzt in das dunkle Wasser. Nach Luft jaspend und wild um sich schlagend, konnten Joseph und Gustav die Frau in ein, in der zwischenzeit zu Wasser gelassenes, Boot ziehen.
Die Frau stand unter Schock und erzählte davon, dass sie irgendetwas ins Wasser gezogen hätte und etwas schleimiges, fischiges habe sie unter Wasser festgehalten. An Deck der MS Gretchen wurde sie vom Schiffsarzt in Empfang genommen. Jospeh entdeckte im Wasser ein Fischerboot, auf dem zwei Menschen zu sehen waren und konnte den Schiffsnamen lesen. Irgendetwas mit “…rot…” oder so und ein Buchstabe war wohl ein “H”.
Der restliche Abend verlief ereignislos und so machten sich die drei Männer auf ins Hotel und legten sich schlafen.

Comments

Bendor

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.